Junge macht Experiment

Forschung

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Im Laufe des Projektes wird es zwei Formen des Monitorings geben. Während das ökologische Monitoring untersucht wie die Tier- und Pflanzenwelt auf den Projektflächen auf die veränderte Pflege reagiert, begleitet das sozio-psychologische Monitoring die Veränderungen in der Haltung der Öffentlichkeit gegenüber Insekten und ihrer Bedeutung. 

Ökologisches Monitoring

Das ökologische Monitoring der Insekten und Spinnen ist mit dem Projektbeginn im Sommer 2020 gestartet. Diese Aufnahmen des Ist-Zustandes waren vor der Umsetzung der Maßnahmen nötig, um den Erfolg messbar zu machen. Im Verlauf des Projektes wird die Entwicklung der Biodiversität
(Vegetation, Blütenbesucher, Spinnen, Laufkäfer) überwacht, um den Erfolg der Maßnahmen hin zu geeigneten Habitaten für artenreiche Arthropodengemeinschaften in typischen Stadt-Umland-Situationen realistisch bewerten zu können.

Das ökologische Monitoring erfolgt gezielt in einem klar umrissenen Raster mit einer Anzahl von Monitoringflächen. Diese bilden die durchgeführten Maßnahmen stellvertretend ab, die über die gesamte Projektdauer bis 2025 durch-geführt werden. Die Entwicklungszeit bis zum Erreichen der Entwicklungsziele, also dem Endstadium einer fest etablierten Wiesengesellschaft in ihrer typischen, feuchten oder trockenen Form wird allerdings einige Jahre in Anspruch nehmen. Deshalb werden wir uns darauf konzentrieren, statt des Erreichens der längerfristigen Ziele, das Fortschreiten der mittelfristigen Wirkung der Maßnahmen selbst auf die Vegetation und die Insekten-vielfalt und ihren ökologischen Wert in das Monitoring-schema einzubeziehen.

Ansprechpartner *innen:

Ökologisches Monitoring:

 

Jana Jedamski

Alexander Bach

flip@bio5.rwth-aachen.de

Institut für Umweltforschung

RWTH Aachen University 

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Laufkäfer und Spinnen

Käfer und Spinnen werden mit in den Boden eingelassenen Baberfallen erfasst.

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Blütenbesucher

Blütenbesuchende Insekten wie Schwebfliegen, Wildbienen und Hummeln werden für die Erhebung mit einem Insektennetz gefangen 

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Pflanzen

Die Entwicklung der Pflanzen-gemeinschaften wird über den gesamten Zeitraum durch Kartierungen überwacht.

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Soziopsychologisches Monitoring

Im Rahmen des Projekts soll untersucht werden, was die Öffentlichkeit über Insekten denkt, was für ein „Bild“ von Insekten vorherrscht und was schon über Insekten und das Insektensterben bekannt ist. Diese Erkenntnisse fließen in die Planung und Gestaltung von Informationsmaterial, Veranstaltungen und Bildungsmaßnahmen ein.

Wir wollen auch analysieren, inwiefern die in FLIP geplanten Bildungs-, Partizipations- und Kommunikationsmaßnahmen dazu führen, dass sich die Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber Insekten und das Bewusstsein für das Thema Insektensterben verändert. Aus den Erkenntnissen können wichtige Informationen über den Erfolg von Kommunikationsstrategien, Partizipationsangeboten und Bildungsmaßnahmen abgeleitet werden. Diese Informationen sind nicht nur für FLIP relevant, auch andere Projekte können von diesen Erkenntnissen profitieren.

Zusätzlich soll die Akzeptanz für die veränderten Pflegemaßnahmen der FLIP-Wiesen in städtischen Parks und der umliegenden Agrarlandschaft untersucht werden. Wir wollen verstehen, wie die Bürger die FLIP-Wiesen aufnehmen, was ihre Wünsche im Hinblick auf insektenfreundliche Grünflächen sind und wo Konflikte auftreten können.

Diesen versuchen wir von Anfang an zu begegnen, sodass die FLIP-Wiesen langfristig Insekten und Menschen erfreuen.

Wir führen dazu fortlaufend empirische Studien durch, bspw. Diskussionsrunden, Interviews und Online-Befragungen.

Dabei werden qualitative (verstehende) und quantitative (messende) Verfahren miteinander kombiniert.

 

Wenn Sie Interesse haben, an einer unserer Studien teilzunehmen, melden Sie sich gerne bei uns!

Aktuelle Umfragen

Beteiligen Sie sich an aktuellen Umfragen zum Projekt!

Ansprechpartner *innen:

Soziopsychologisches Monitoring:

Dr. Simon Himmel

himmel@comm.rwth-aachen.de

Dr. Barbara Zaunbrecher

zaunbrecher@comm.rwth-aachen.de

Lehrstuhl für Communication Science

RWTH Aachen University