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Andrena

flavipes

Steckbrief

Andrena flavipes (Panzer 1799)

 

Deutscher Name:
Gewöhnliche Sandbiene

 

Rote Liste Deutschland:
* (nicht gefährdet)

Auffällige Merkmale:

ausgeprägte Binden auf dem Hinterleib;

starkbehaarte, goldgelbe Schienenbürste am Hinterbein

Beschreibung:

Andrena flavipes ist eine etwa honigbienengroße Biene. Sie entspricht mit der dunklen Grundfarbe und ihren intensiven Binden auf den Hinterleibssegmenten wohl auch der gängigen Vorstellung einer solchen. Die überwiegende Körperbehaarung im Gesicht und auf dem Thorax ist hellbraun mit einigen schwarzen Haaren auf der Stirn und der Mitte des Thorax. Die Binden der Hinterleibssegmente sind stark ausgeprägt und hellbraun, verblassen aber im Laufe des Lebens bis hin zu weiß oder fallen aus, die Endfranse ist schwarz. Die Sammelhaare an den Hinterbeinen der Weibchen sind goldgelb, auf die sich auch der lateinische Artname (Gelbfuß) bezieht, während der deutsche Name Bezug auf die Häufigkeit nimmt. Die Weibchen erreichen eine Größe von 11-13 mm. Die 9-11 mm großen Männchen zeigen eine ähnliche Färbung, sind aber, wie bei den meisten Andrena-Arten, in ihrer Gestalt deutlich schmäler als die Weibchen.

Vorkommen/Lebensweise:

Die Nester werden in selbstgegrabenen Hohlräumen in sandigen oder lehmigen Böden angelegt. Die Art nistet in der Regel in mehr oder weniger großen Kolonien. Die Nester befinden sich an schütter bis dicht bewachsenen Stellen an Böschungen, Feldrainen und Waldrändern.

 

Nachweise während der Untersuchungen:

Während der Aufnahmen konnte die Art im Jahr 2017 auf der Hälfte der untersuchten Flächen und in allen untersuchten Stadtteilen nachgewiesen werden. Sie war damit zudem sowohl auf den intensiv als auch auf extensiv gepflegten Flächen zu finden. Die Art gehört zu einer der häufigsten in Deutschland und kann auch regelmäßig in Gärten angetroffen werden.

Lebensraum (Habitat):

Die Art ist recht unspezialisiert und kann an Waldrändern, Hochwasserdämmen, trockenen Wirtschaftswiesen, Weinbergbrachen, Sand-, Kies- und Lehmgruben, Ruderalstellen und im Siedlungsbereich in Parks und Gärten angetroffen werden.

Zeitliches Auftreten (Phänologie):

Die Art tritt in zwei Generationen im Jahr auf und ist somit bivoltin. Sie gehört in ihrer ersten Generation zu den früheren Arten im Jahr und ist von Ende März bis Ende Mai zu beobachten. Die zweite Generation fliegt von Anfang Juli bis Anfang September.

 

Spezialisierung:

Die anspruchslose Art ist in beiden Generationen ausgesprochen polylektisch und nutzt eine Vielzahl an Pflanzen aus nachweislich 18 Pflanzenfamilien als Pollen- und Nektarquelle.

 

Bemerkungen:

Besonders im Frühjahr eine der am häufigsten zu beobachtenden Arten.

Nachweise während der Untersuchungen:

Während der Aufnahmen konnte die Art im Jahr 2017 auf der Hälfte der untersuchten Flächen und in allen untersuchten Stadtteilen nachgewiesen werden. Sie war damit zudem sowohl auf den intensiv als auch auf extensiv gepflegten Flächen zu finden. Die Art gehört zu einer der häufigsten in Deutschland und kann auch regelmäßig in Gärten angetroffen werden.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Auf den ersten Blick ähnelt sie vielen der anderen dunklen Bienen mit hellen Streifen, sie kann aber mit etwas Übung auch im Feld von diesen unterschieden werden. Bei der Abgrenzung von ähnlich gezeichneten Arten anderer Gattungen hilft einem die für die Gattung typische, filzige Haargrube entlang der Innenseite der Augen, die Fovea facialis und der im Vergleich zu Seidenbienen und Schmalbienen breitere und flachere Hinterleib. Durch die Kombination aus einer etwas dunkleren Behaarung, den intensiv goldgelben Sammelbeinen und der schwarzen Endfranse, lässt sich die Art gut von ähnlich aussehenden, im gleichen Lebensraum vorkommenden Arten wie Andrena gravida („Weiße Bindensandbiene“ – die etwas größere Schwesternart mit insgesamt hellerem Erscheinungsbild) und Andrena lathyri („Zaunwicken-Sandbiene“ – die auf Schmetterlingsblütler spezialisierte Art hat schmälere, teils mittig unterbrochene Endbinden und eine goldfarbene bis orange Endfranse) unterscheiden. 

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